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Wettervorhersage
Letzte Aktualisierung: 28.05.2020, 20.34 Uhr
Ein Hoch mit Zentrum über der Nordsee ist wetterbestimmend. Mit teils lebhafter nordöstlicher Strömung fließt mäßig warme Luft ein. WIND/STURM: Ab Freitagfrüh im Hochschwarzwald steife Böen bis 60 km/h, in Gipfellagen teils stürmische Böen um 65 km/h, am Feldberg stürmische Böen bis 75 km/h aus Ost bis Nordost. Darüber hinaus am Freitag tagsüber vom Schwarzwald über die Südwestalb bis nach Oberschwaben zeitweise Windböen zwischen 50 und 60 km/h aus Nordost. BODENFROST: In der zweiten Nachthälfte der kommenden Nacht und Freitagfrüh in der Südhälfte in prädestiniert gelegenen Senken vereinzelt leichter Frost in Bodennähe.
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Vorhersage für Deutschland

Datum der DWD-Daten: Donnerstag,, 28. Mai 2020 20:34:07 Uhr:


Nachts gering bewölkt. Am Freitag im Süden windig.
In der Nacht zum Freitag zunehmend aufklarend. Trocken. Tiefstwerte 9° bis 2°. Vor allem im Süden punktuell leichter Frost in Bodennähe. Ausgangs der Nacht in Kammlagen des Hochschwarzwaldes aufkommende starke bis stürmische Böen aus östlicher Richtung.

© Deutscher Wetterdienst

Vorhersage für Deutschland

Datum der DWD-Daten: Donnerstag,, 28. Mai 2020 20:34:07 Uhr:


Am Freitag im Westen viel Sonne, in der Mitte und im Osten im Wechsel mit durchziehenden Wolkenfeldern. Trocken. Maxima von 14° auf der Schwäbischen Alb bis 23° am Oberrhein. Schwacher bis mäßiger, in Böen frischer bis starker, vom Schwarzwald bis nach Oberschwaben zeitweise steifer Nordostwind. Im Hochschwarzwald starke bis stürmische Böen aus Ost. In der Nacht zum Samstag gering bewölkt oder klar. Minima 10° bis 3°. In Gipfellagen des Schwarzwaldes starke bis stürmische Böen aus Ost.

© Deutscher Wetterdienst

Vorhersage für Deutschland

Datum der DWD-Daten: Donnerstag,, 28. Mai 2020 20:34:07 Uhr:


Am Samstag nach sonnigem Start Sonne und Wolken im Wechsel, mit den höheren Sonnenanteilen in Baden. In Württemberg teils stärkere Wolkenfelder. Allgemein trocken. Höchstwerte zwischen 14° im Bergland und 22° im Kraichgau. Schwacher bis mäßiger, in Böen frischer bis starker, in der Südhälfte örtlich auch steifer Nordostwind. In Kammlagen des Hochschwarzwaldes zeitweise starke bis stürmische Böen. In der Nacht zum Sonntag rasch abnehmende Bewölkung, dann gering bewölkt oder klar. Tiefstwerte 10° bis 3°. In den höchsten Lagen des Südschwarzwaldes starke bis stürmische Böen aus Ost.

© Deutscher Wetterdienst

Vorhersage für Deutschland

Datum der DWD-Daten: Donnerstag,, 28. Mai 2020 20:34:07 Uhr:


Am Sonntag (Pfingstsonntag) zunächst viel Sonne, am Vormittag und im weiteren Tagesverlauf im Westen meist locker bewölkt, weiter östlich von Nordosten zunehmend wolkig, aber durchweg niederschlagsfrei. Höchstwerte 14° bis 22°. Meist schwacher Nordostwind mit frischen, im Rheintal zeitweise auch starken Böen. In der Nacht zum Montag im Westen und Südwesten gering bewölkt, im Osten und Nordosten nach und nach weniger Wolken. Trocken. Tiefstwerte 10° bis 4°. In Kammlagen des Hochschwarzwaldes starke bis stürmische Böen aus Ost.

© Deutscher Wetterdienst

Deutscher Wetterdienst 10-Tage-Vorhersage für Deutschland von Sonntag, 31.05.2020 bis Sonntag, 07.06.2020 ausgegeben von der Vorhersage- und Beratungszentrale Offenbach am Donnerstag, 28.05.2020, 13:27 Uhr

Zumeist ruhiges Hochdruckwetter. Anfangs im Südosten noch etwas Regen, später allgemein freundlich und zunehmend warm bis sehr warm. Am Donnerstag Wetterwechsel, dabei regnerischer und kühler.

Vorhersage für Deutschland bis Donnerstag, 04.06.2020, Am Sonntag im Norden und Westen wechselnd, teils auch gering bewölkt, trocken. Ansonsten vom südlichen Brandenburg bis zu den Alpen stärker bewölkt, teils auch bedeckt, dabei etwas Regen, lokal schauerartig verstärkt oder gewittrig. Höchstwerte in der Westhälfte 19° bis 24°, sonst 15° bis 20°, mit den niedrigsten Werten im Südosten. Schwacher bis mäßiger Wind aus Nordost, im Nordosten vereinzelt stark böig. In der Nacht zum Montag im Südosten weiter viele Wolken und vor allem in Ostbayern noch etwas Regen. In den übrigen Regionen wolkig oder gering bewölkt, gebietsweise auch klar; niederschlagsfrei. Tiefstwerte zwischen 12° an der See und 6° im Süden, im höheren Bergland bis 4°.

Am Montag von den Alpen bis nach Mitteldeutschland anfangs noch wechselnd oder dicht bewölkt und im äußersten Südosten geringer Regen. Im weiteren Tagesverlauf auch dort, wie zuvor schon im gesamten Norden und im Westen und Südwesten, allgemein trocken und viel Sonnenschein. Höchstwerte im Südosten lokal nur 19°, am Rhein bis zu 27°. Meist mäßiger Ost- bis Nordostwind. In der Nacht zum Dienstag oft gering bewölkt oder klar. Trocken. Bei schwachem bis mäßigem Wind Temperaturminima um 9°.

Am Dienstag bei viel Sonne trocken. Höchstwerte meist 21° bis 29°, im Bergland um 19°. Schwachwindig. In der Nacht zum Mittwoch weiterhin nur wenige Wolken. Trocken. Frühtemperaturen um 10°.

Am Mittwoch anfangs verbreitet freundlich, später mehr Wolken. Trocken. Höchstwerte meist 23° bis 30°. In der Nacht zum Donnerstag Aufzug hoher und mittelhoher Wolken, an der Küste auch dichte Wolken und erste Tropfen. Temperaturrückgang auf Werte um 10°.

Am Donnerstag und in der Nacht zum Freitag von Norden Aufzug dichter Wolken und nachfolgend verbreitet etwas Regen, teils schauerartig verstärkt oder auch gewittrig. Höchstwerte 20° bis 26°, an den Küsten um 19°, Tiefstwerte um 10°. Auflebender Wind mit starken oder einzelnen stürmischen Böen in Schauern und Gewittern.



Trendprognose für Deutschland, von Freitag, 05.06.2020 bis Sonntag, 07.06.2020, Insgesamt wechselhaft und gebietsweise Regen, teils mit Schauern und Gewittern. Mitunter stark böig auffrischender Wind.

Deutscher Wetterdienst, VBZ Offenbach / Dipl.-Met. Martin Jonas
© Deutscher Wetterdienst, VBZ Offenbach
Verfasser(in): Dipl.-Met. Martin Jonas 



Ein Höhentief kontra Bodenhoch STEFFEN

Hoch STEFFEN dominiert das Wetter in Deutschland! Überall? Vor allem
in seinem Randbereich können wiederholt Störungen meist ausgehend von
höheren Luftschichten Einfluss auf das Wetter im Osten und Südosten
nehmen.

Das Wetter in Deutschland wird derzeit verbreitet von dem kräftigen
Bodenhoch STEFFEN mit Schwerpunkt über der Nordsee bestimmt. Doch der
Schein trügt! Richtig sonnig und trocken wird es bis Pfingstmontag
nur im Norden und Westen mit der Nähe zum Hochzentrum. Dort blockt
Hoch STEFFEN mit Macht alle atlantischen Tiefs ab, sodass diese den
Weg über den Nordatlantik und das Nordmeer nach Osten nehmen müssen.
Allerdings scheint STEFFEN seine Ost- bzw. Südostseite etwas zu
vernachlässigen, ansonsten ist nicht zu erklären, dass sich dort
anhaltend Störungen einmischen und das Wetter wolkig und leicht
unbeständig gestalten.

Allerdings muss schützend erwähnt werden, dass die Hebungsantriebe
und somit die Wolken- sowie lokale Regenbildung im Osten und Südosten
zunächst meist aus höheren Luftschichten ausgehen, wo Hoch STEFFEN
nicht so präsent ist und sich sein begleitendes Höhenhoch weiter
nordwestlich bei Schottland liegt. Im Osten und Südosten kommen
sogenannte kurzwellige Höhentröge bzw. ein Höhentief ins
"Wetterspiel".

In der Meteorologie wird die Bezeichnung "Höhentrog" für ein Gebilde
tiefen Luftdrucks in höheren Luftschichten der Troposphäre verwendet.
Dieser Begriff wurde analog zur Bezeichnung "(Boden-)Trog"
eingeführt, weil die zugehörige Isolinienführung (hier als Isohypsen,
Linien gleicher geopotenzieller Höhe) in Wetterkarten (Höhenanalysen)
zumindest bei stark gekrümmten Linien an die Form eines Futtertrogs
erinnert (vgl. Link Wetterlexikon). In dessen Zentrum befindet sich
häufig ein sogenanntes Höhentief, welches in den meisten Fällen mit
einer geschlossenen Isohypse einhergeht. Diese Höhentiefs können sich
aber auch von einem Trog abkoppeln und abseits von diesem
herumwirbeln. Solange das Höhentief im Bodenniveau ebenfalls über ein
Tief verfügt, das im optimalen Fall frontale Prozesse ausweist, wird
das Höhentief auch als Cut-Off und der Abkopplungsprozess als
Cut-Off-Prozess bezeichnet. Befindet sich im Bodenluftdruckfeld
allerdings kein Tief, wird das Höhentief ausgehend von der
Höhentiefdefinition auch Kaltlufttropfen genannt (vgl. Link
Wetterlexikon).

Haben die Höhentröge eine große Wellenlänge, werden diese als
Langwellentröge bezeichnet. Aufgrund der großräumigen Ausmaße spielen
Höhentröge neben regionaler Wettererscheinungen auch eine wichtige
Rolle beim Lufttemperaturausgleich zwischen den höheren und den
niederen geografischen Breiten auf unserer Erde. Es kann, wie im
aktuellen Fall auf der Ostflanke von Hoch STEFFEN, auch zur
Ausbildung kurzwelliger Höhentröge kommen, die sich im allgemeinen
viel schneller mit der Höhenströmung verlagern als die langwelligen.
Solche kurzwelligen Höhentröge entwickeln sich häufig im
Zwischenbereich von hohem und tiefem Geopotential (vgl. Link
Wetterlexikon).

In den kommenden Tagen kann sich auf der Westflanke eines
Höhentiefkomplexes über Osteuropa sowie auf der Ostseite eines
Höhenhochs über der Nordsee bzw. der Britischen Inseln eine
nordöstliche Strömung ausbilden. Diese weist in gewissen Abständen
Wellen, also die oben beschriebenen Kurzwellentröge auf, welche
schließlich die Strömungseigenschaften verändern. In den Bereich
einer diffluenten (auseinanderströmende) Höhenströmung auf der
Vorderseite des Kurzwellentroges wird Luft vom Boden her angesaugt
und in die Höhe transportiert. Genau in diesen Bereichen können,
teilweise auch ungeachtet der Bodenverhältnisse und somit ohne
Rücksicht auf den Herrscher STEFFEN, Wolken- und
Niederschlagsprozesse angestoßen werden und zu Schauern, teils auch
zu Gewittern führen.

Erst am Sonntag setzt unter dem osteuropäischen Höhentiefkomplex auch
am Boden ein kleines Tief von Osten einen Angriff auf Hoch STEFEN an.
Dieser zermürbt durch die Kämpfe auf der Westseite sucht das Weite
und verlagert seinen Schwerpunkt zunächst mal nach Skandinavien.
Somit kann sich das kleine Bodentief nach Westen scheiben und auch
Einfluss auf das Wetter in Teilen Deutschlands erlangen. Etwa in der
Südosthälfte des Landes steht demnach ein eher stärker bewölkter und
teils regnerischer Pfingstsonntag an.

Ab Montag sollen dann vorübergehend die Sonnen- und Wärmeliebhaber
nahezu im ganzen Land auf ihre Kosten kommen. Einschränkungen durch
etwas Regen gibt es zunächst nur noch im Südosten. Der Dienstag wird
dann aber wohl überall heiter bis sonnig und trocken. Doch schon ab
Mittwoch droht neues Ungemach, dieses Mal von Südwesten her.


Dipl.-Met. Lars Kirchhübel
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
Offenbach, den 28.05.2020

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