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Letzte Aktualisierung: 24.07.2021, 19.51 Uhr
Ein Tief über der Biskaya nähert sich und führt sehr warme und feuchte Luft nach Baden-Württemberg. GEWITTER (UNWETTER): Von Westen aufziehende Gewitter lokal mit Starkregen zwischen 15 und 25 l/qm, kleinkörnigem Hagel sowie Sturmböen bis schwere Sturmböen bis 90 km/h. Darüber hinaus vor allem im Süden punktuell extrem heftiger Starkregen bis 40 l/qm in 1 oder wenigen Stunden, Hagel bis 3 cm und schwere Sturmböen bis 100 km/h. In der zweiten Nachthälfte von Nordwesten nachlassende Gewittertätigkeit, in Oberschwaben Übergang in gewittrigen Regen mit lokal zusätzlich um 20 l/qm in 2 bis 3 Stunden wahrscheinlich. Ab Sonntagmittag erneut verbreitet Gewitterentwicklung mit möglichen Begleiterscheinungen wie oben beschrieben.
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Vorhersage für Deutschland

Datum der DWD-Daten: Samstag, 24. Juli 2021 20:10:08 Uhr:


Bis Sonntagfrüh Gewitter, örtlich mit Unwettergefahr, südlich der Alb gewittriger Starkregen. Am Sonntag tagsüber erneut Gewitterentwicklung.
In der Nacht zum Sonntag oft stark bewölkt mit häufigen Schauern und kräftigen Gewittern mit Unwetterpotenzial. Im Verlauf der Nacht von Nordwesten nachlassend, südlich der Alb in zum Teil gewittrigen Starkregen übergehend. Minima 17° bis 12°. Auf den Schwarzwaldgipfellagen starke bis stürmische Böen aus Südwest, bei Gewittern schwere Sturmböen.

© Deutscher Wetterdienst

Vorhersage für Deutschland

Datum der DWD-Daten: Samstag, 24. Juli 2021 20:10:08 Uhr:


Am Sonntag südlich der Alb überwiegend wolkig, zeitweise Regen oder Schauer, zunächst Gewitter eher unwahrscheinlich. Weiter im Nordwesten wechselnd bewölkt, örtlich mit sonnigen Abschnitten, anfangs meist trocken. Zum Mittag hin landesweit Schauer- und Gewitterbildung, lokal mit Unwettergefahr. Höchstwerte 21° auf der Alb bis 28° im Oberrheingraben. Schwacher Südwestwind, zeitweise in Böen auffrischend, bei Gewittern auch Sturmböen bis schwere Sturmböen. In der Nacht zum Montag wolkig. Nachlassende, im Südosten noch bis nach Mitternacht anhaltende Schauer und Gewitter mit Sturmböen. Örtlich Nebel. Tiefstwerte 17° bis 12°.

© Deutscher Wetterdienst

Vorhersage für Deutschland

Datum der DWD-Daten: Samstag, 24. Juli 2021 20:10:08 Uhr:


Am Montag wolkig bis stark bewölkt. Zunächst von der Schweiz nach Oberschwaben ausbreitender schauerartiger Regen, ehe im ganzen Land Übergang zu Schauern und Gewittern erfolgt. Höchstwerte 21° im Bergland bis 27° bei Mannheim. Schwacher Wind aus Südwest. Frische, bei Gewittern stürmische Böen. In der Nacht zum Dienstag im Südosten weiter zeitweise Schauer und einzelne Gewitter. Im Nordwesten nachlassender Niederschlag, danach Auflockerung und vereinzelt Nebel. Tiefstwerten von 16° bis 11°.

© Deutscher Wetterdienst

Vorhersage für Deutschland

Datum der DWD-Daten: Samstag, 24. Juli 2021 20:10:08 Uhr:


Am Dienstag wechselnd bis stark bewölkt bei wieder auflebenden Schauern und Gewittern. Temperaturanstieg um 22° im Bergland bis 27° in der Kurpfalz. Meist schwacher Südwestwind, zeitweise mit frischen, bei Gewittern auch stürmischen Böen. In der Nacht zum Mittwoch stark bewölkt, zeitweise Regen und einzelne Gewitter. Minima 16° bis 11°. Auf dem Feldberg sowie bei Gewittern starke bis stürmische Böen aus Südwest.

© Deutscher Wetterdienst

Deutscher Wetterdienst 10-Tage-Vorhersage für Deutschland von Dienstag, 27.07.2021 bis Dienstag, 03.08.2021 ausgegeben von der Vorhersage- und Beratungszentrale Offenbach am Samstag, 24.07.2021, 13:41 Uhr

Wechselhaft mit Schauern und teils kräftigen Gewittern mit lokalem Starkregen. Dabei zunächst warm, ab Wochenmitte im Westen und Nordwesten kühler.

Vorhersage für Deutschland bis Samstag, 31.07.2021, Am Dienstag wechselnd bewölkt und im Tagesverlauf von Westen und Südwesten nordostwärts ausbreitende Schauer und teils kräftige Gewitter mit Starkregen, Hagel und Sturmböen, lokal Unwetter. Abends etwa Bremen und Leipzig erreichend und im Südosten mit Gefahr von heftigen, mehrstündigem Starkregen. Nach Nordosten kaum Schauer und Gewitter und teils noch länger sonnig. Höchstwerte zwischen 20° in der Eifel und bis 30° in der Lausitz. Von Gewitterböen abgesehen schwacher bis mäßiger Südwestwind. In der Nacht zum Mittwoch in den Norden, Osten und Südosten ausgreifende Schauer und kräftige Gewitter. Im Südosten auch mehrstündiger Starkregen gering wahrscheinlich. Nach Westen und Südwesten dagegen abklingende Niederschläge, ganz vereinzelt Nebel. Tiefstwerte zwischen 19° an Oder und Neiße und 11° in der Eifel und im Schwarzwald.

Am Mittwoch im Westen und Nordwesten sowie im Südwesten und am Alpenrand erneut aufkommende Schauer und Gewitter, lokal mit Starkregen, Hagel und Sturmböen. In den anderen Gebieten teils heiter, im äußersten Nordosten aber vereinzelte Schauer oder Gewitter gering wahrscheinlich. Höchsttemperaturen 20° in der Eifel bis 28° in der Lausitz. Häufig mäßiger, an der Nordsee in Böen frischer Südwestwind. In der Nacht zum Donnerstag vor allem im Nordwesten und im südlichen Baden-Württemberg weitere Schauer und Gewitter. Sonst größtenteils nachlassende Schauer und auflockernde Bewölkung. Tiefsttemperaturen 19° an der Ostsee bis 11° im Schwarzwald.

Am Donnerstag im Norden Schauer, lokal Gewitter. In der Mitte nur sehr vereinzelt Schauer und etwas Sonnenschein. Im Süden häufiger teils kräftige Schauer oder Gewitter. Höchstwerte im Westen und Nordwesten 20° bis 25°, sonst 24° bis 29°. Mäßiger und teils böiger, an der See und Bergland in Böen starker Südwestwind. In der Nacht zum Freitag an der See und südlich der Donau weitere Schauer und Gewitter. Sonst locker bewölkt und trocken. Tiefstwerte 17° im Osten bis 10° im Westen.

Am Freitag und Samstag im Nordwesten Schauer, nur ganz vereinzelt Gewitter. Auch im Südosten Schauer und Gewitter, dort lokal kräftig. Dazwischen nur vereinzelte Schauer, vielerorts auch trocken und zeitweise Sonnenschein. Höchsttemperaturen 20° im Westen bis 27° im Osten. Mäßiger und teils böiger, an der See und Bergland in Böen starker Südwestwind. In der Nacht zum Samstag im Nordwesten und Südosten weitere Schauer, lokal auch Gewitter. Dazwischen überwiegend trocken mit Auflockerungen. Tiefsttemperaturen 17° an der See bis 9° im Bergland.





Trendprognose für Deutschland, von Sonntag, 01.08.2021 bis Dienstag, 03.08.2021, Weiterhin wechselhaft mit zeitweiligen Niederschlägen und teils kräftigen Schauern und Gewittern bei noch etwas zurückgehenden Temperaturen.

Deutscher Wetterdienst, VBZ Offenbach / Dipl.-Met. Simon Trippler
© Deutscher Wetterdienst, VBZ Offenbach
Verfasser(in): Dipl.-Met. Simon Trippler 



Dauerregen kontra Starkregen oder doch gemeinsame Sache?

Die unterschiedlichen Regenarten im Vergleich. Dauerregen und
Starkregen oder doch eine Kombi? Die Auswirkungen könnten
unterschiedlicher nicht sein! Wir klären auf!

Wenn ein unbeständiger und regenreicher Witterungsabschnitt ansteht,
werden im Zusammenhang mit den aufkommenden Niederschlägen häufig
verschiedene Begriffe verwendet. Besonders im Fokus durch die
heftigen Ereignisse in der jüngsten Vergangenheit sind der DAUER- und
der STARKREGEN.

Der DAUERREGEN wird häufig auch als Landregen bezeichnet und
beschreibt ein länger andauerndes Niederschlagsereignis mit
überwiegend gleichmäßigen Regenraten im unteren einstelligen Bereich
pro Stunde (bis 5 l/m²). Der typische Dauer- oder Landregen tritt in
den mittleren Breiten häufig in Zusammenhang mit einer
Warmfrontpassage oder bei Aufsteigen an den Bergen auf und betrifft
somit meist größere Gebiete. Bei der Warmfront schiebt sich die warme
Luft über die bodennahe kalte Luft, bei der Anströmung gegen ein
orografisches Hindernis bleibt der Luft nur der Weg nach oben, um
dieses hinter sich zu lassen. In beiden Fällen kühlt sich die Luft
beim Aufsteigen stetig ab. Da warme Luft über einen größeren
Feuchtegehalt verfügt bzw. verfügen kann, kommt es beim Aufsteigen
von Luft bei gleichzeitiger Abkühlung irgendwann zur
Feuchtesättigung, sodass Kondensation einsetzt. Die Folge ist in
diesem Fall die überwiegende Bildung von Schichtwolken. Die typischen
Wolkenformen sind in diesem Zusammenhang der Nimbostratus und der
Altostratus opacus.

Der DWD warnt deswegen vor Dauerregen in 3 Stufen (wenn
voraussichtlich folgende Schwellenwerte überschritten werden):

- Regenmengen 25 bis 40 l/m² in 12 Stunden oder 30 bis 50 l/m² in 24
Stunden oder 40 bis 60 l/m² in 48 Stunden (Warnung Stufe 2)
- Regenmengen 40 bis 70 l/m² in 12 Stunden oder 50 bis 80 l/m² in 24
Stunden oder 60 bis 90 l/m² in 48 Stunden (Warnung Stufe 3)
- Regenmengen über 70 l/m² in 12 Stunden oder über 80 l/m² in 24
Stunden oder über 90 l/m² in 48 Stunden (Warnung Stufe 4)

Von STARKREGEN spricht man bei großen Niederschlagsmengen in kurzen
Zeitskalen in einem kleineren Gebiet. Dieser ist über seine
Intensität und Dauer definiert. In den gemäßigten Breiten, also auch
in Deutschland, kann ein Starkregenereignis wenige Minuten bis hin zu
mehreren Stunden andauern. Das wesentliche Merkmal des Starkregens
ist die hohe Niederschlagsintensität (mehr als 5 l/m² in kurzer
Zeit). Um derart hohe Regenraten zu generieren, müssen die Tropfen in
den Wolken eine ausgeprägte Wachstumsphase durchlaufen. Entsprechend
tritt diese Niederschlagsart bei einer konvektiven Bewölkung wie
einem mächtigen Cumulus congestus oder der typischen Gewitterwolke,
dem Cumulonimbus auf. Auch bei der Entstehung von sogenanntem
konvektiven Niederschlag spielt die Dichte von warmer und kalter Luft
die entscheidende Rolle. Kann sich z.B. in höheren Luftschichten
kalte Luft über warme Luft schieben, möchte diese zum Boden sinken
und die warme Luft nach oben steigen. Das gleiche Prinzip gilt auch,
wenn die Sonne im Sommer die bodennahe Luft stark aufheizt, sodass
diese ebenfalls aufsteigen möchte und sich im Nachgang abkühlt. Auch
dynamische Prozesse in höheren Luftschichten können derartiges
Aufsteigen auslösen. In allen dieser Fälle setzt innerhalb einer
entstehenden Wolke eine Art "Pater Noster" ein, warme Luft steigt
auf, kalte sinkt nach unten. Je stärker die Umwälzungen sind, desto
größer die vertikale Ausdehnung der Wolke und umso größer auch die
Tropfen. Grundsätzlich kann der Starkregen aufgrund der hohen
Regenrate lokal schnell zu ansteigenden Wasserständen und (bzw. oder)
zu Überschwemmungen führen.

Der DWD warnt deswegen vor Starkregen in 3 Stufen (wenn
voraussichtlich folgende Schwellenwerte überschritten werden):

- Regenmengen 15 bis 25 l/m² in 1 Stunde oder 20 bis 35 l/m² in 6
Stunden (Warnung Stufe 2)
- Regenmengen 25 bis 40 l/m² in 1 Stunde oder 35 l/m² bis 60 l/m² in
6 Stunden (Warnung Stufe 3)
- Regenmengen über 40 l/m² in 1 Stunde oder über 60 l/m² in 6 Stunden
(Warnung Stufe 4)

Besonders kritisch können Wettersituationen werden, wenn der
DAUERREGEN und der STARKREGEN kombiniert auftreten, wie es bei dem
extremen Unwetterereignis in Westdeutschland durch Tief BERND der
Fall war. Bei einer solchen Konstellation werden unterschiedliche
Prozesse in den verschiedenen Höhenschichten der Troposphäre
beobachtet, die miteinander interagieren. Die beschriebenen
Aufgleitniederschläge treffen dabei zeitweise mit konvektiven
Bedingungen zusammen. Dann sind über mehrere Stunden hohe Regenraten
von 10 bis 25, teils bis 40 l/m² möglich. Sollte auch noch ein
kräftiges Gewitter mitmischen, sind kurzzeitig auch Stundensummen
zwischen 50 und 75 l/m² nicht ausgeschlossen. Häufig sind bei
derartigen Ereignissen auch größere Gebiete betroffen, sodass die
Niederschlagsmengen nicht nur Bäche, sondern auch kleinere und
mittlere Flüsse nachhaltig anschwellen lassen. Über einen längeren
Zeitraum von 24 bis 48 Stunden sind nachfolgend Regenmengen von 50
bis 100, teilweise auch bis 150 l/m² zu erwarten. Ereignisse mit
Regensummen bis 200 l/m²/48h sowie den Hauptniederschlägen von 100
l/m² in kürzeren Zeitintervallen wie zuletzt sind bisher aber noch
die Ausnahme. Bei Warnungen von solchen Ereignissen sollten zwingend
die Begleittexte beachtet werden, die das Ereignis im Detail
beschreiben und auf potentielle Risiken hinweisen!

Dipl.-Met. Lars Kirchhübel
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
Offenbach, den 24.07.2021

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