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Letzte Aktualisierung: 04.12.2020, 15.34 Uhr
Frontaler Wettereinfluss bringt in den nächsten Tagen unbeständiges Wetter. GLÄTTE: Am Nachmittag im Südosten vereinzelt Glätte durch überfrierende Nässe. In der Nacht zum Samstag verbreitet Glätte durch Schnee oder überfrierende Nässe. SCHNEE: Im höheren Schwarzwald zeitweise leichter Schneefall. In der Nacht zum Samstag zudem von Süden über die Alb nach Norden ausbreitender Schneefall. Bis Samstagvormittag oberhalb von 800 m 10 bis 15 cm Neuschnee. Oberhalb von 300 bis 400 m örtlich 1 bis 3 cm, in Staulagen 5 cm. Örtlich, vor allem in Oberschwaben und in Staulagen der Alb dann auch 5 bis 10 cm Neuschnee. FROST: Heute Nachmittag im Süden und Osten leichter Frost. In der Nacht zum Samstag verbreitet leichter Frost.
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Vorhersage für Deutschland

Datum der DWD-Daten: Freitag, 04. Dezember 2020 15:34:07 Uhr:


Nachts und morgen Vormittag verbreitet Schneefall, Frost und Glätte.
Heute Nachmittag stark bewölkt, vor allem im Westen zeitweilig Regen, im höheren Bergland Schnee. Maxima zwischen um 0° auf den Höhen der Ostalb und 7° im Breisgau. Meist schwacher Wind aus unterschiedlichen Richtungen. In der Nacht zum Samstag stark bewölkt, von Süden nach Norden ausbreitender zeitweiliger Niederschlag. Dabei absinkende Schneefallgrenze bis in mittlere Lagen und zum Teil auch tiefere Lagen. Bei Tiefstwerten zwischen +2° und -3° gebietsweise Glätte durch Schnee oder überfrierende Nässe.

© Deutscher Wetterdienst

Vorhersage für Deutschland

Datum der DWD-Daten: Freitag, 04. Dezember 2020 15:34:07 Uhr:


Am Samstag meist bedeckt. Anfangs noch leichter Schneefall, im Rheintal leichter Regen, dann meist trocken und erst wieder zum Abend hin von Süden und Osten Niederschlag, oberhalb von mittleren Lagen als Schnee. Verbreitet Glätte. Im Westen meist trocken. Höchstwerte 0° im Bergland und bis 7° am Oberrhein. Schwacher Wind unterschiedlicher Richtungen. In der Nacht zum Sonntag verbreitet Niederschlag, vor allem im Bergland als Schnee mit Schneeglätte. Vereinzelt auch Glatteisregen möglich. Tiefstwerte +2° bis -3°. Glätte.

© Deutscher Wetterdienst

Vorhersage für Deutschland

Datum der DWD-Daten: Freitag, 04. Dezember 2020 15:34:07 Uhr:


Am Sonntag meist bedeckt und zeitweise Niederschläge. Dabei vor allem im Bergland Schnee. Maxima 0° bis 5°. Schwacher variabler Wind. In der Nacht zum Montag stark bewölkt und bis in mittlere Lagen leichter Schneefall, sonst Regen. Bei Minima von +1° bis -3° verbreitet Glätte durch überfrierende Nässe oder Schnee.

© Deutscher Wetterdienst

Vorhersage für Deutschland

Datum der DWD-Daten: Freitag, 04. Dezember 2020 15:34:07 Uhr:


Am Montagvormittag stark bewölkt und noch etwas Regen, im Bergland Schnee. Im weiteren Tagesverlauf gebietsweise Wolkenauflockerungen und trocken. Höchstwerte zwischen 0° und 6° bei einem schwachen, variablen Wind, der im höheren Bergland in Böen auffrischt. In der Nacht zum Dienstag gering bewölkt, dadurch gebietsweise Nebel- und Hochnebelbildung sowie Glätte durch Reif und überfrierende Nässe bei Temperaturen zwischen +1° und -6°.

© Deutscher Wetterdienst

Deutscher Wetterdienst 10-Tage-Vorhersage für Deutschland von Montag, 07.12.2020 bis Montag, 14.12.2020 ausgegeben von der Vorhersage- und Beratungszentrale Offenbach am Freitag, 04.12.2020, 13:17 Uhr

Zeitweilige Niederschläge, teils Regen, teils Schnee, dazwischen aber auch trockene Abschnitte mit Auflockerungen. Tagsüber meist 0° bis 6°.

Vorhersage für Deutschland bis Freitag, 11.12.2020, Am Montag gebietsweise Regen, im Bergland teils Schnee, im Tagesverlauf zögernd nach Norden abziehend. Sonst meist bedeckt oder neblig-trüb, in Alpennähe und im Alpenvorland sowie im Südwesten zunehmende Auflockerungen. Höchstwerte in der Nordosthälfte 5° bis 9°, sonst 1° bis 5°. Wind meist schwach, im Bergland sowie an der Küste teils mäßig und stark böig aus Südwest bis Südost. In der Nacht zum Dienstag teils bedeckt, teils aufgelockert, kaum noch Niederschlag. Gebietsweise Nebel oder Verdichtung bereits vorhandener Nebelfelder. Im äußersten Norden und Nordosten mit 1° bis 4° meist frostfrei, sonst Abkühlung auf +1° bis -5°. In einigen Alpentälern mäßiger Frost zwischen -5° und -9°.

Am Dienstag in den Niederungen häufig bedeckt oder trüb, aber weitgehend niederschlagsfrei. Auflockerungen oder längere Zeit Sonnenschein vor allem im Westen und Nordwesten sowie in höheren Lagen der Mittelgebirge und im südlichen Alpenvorland. Höchsttemperatur 0° bis 5°, im Osten und Nordosten etwas darüber. Bei zähem Nebel im Süden stellenweise leichter Dauerfrost. Überwiegend schwachwindig. In der Nacht zum Mittwoch teils aufgelockert bewölkt oder klar, teils bedeckt oder neblig. Gebietsweise etwas Nieselregen oder Schneefall bzw. Schneegriesel mit Glättegefahr. Im Osten und Norden häufig frostfrei, sonst Temperaturrückgang auf +1° bis -5°, im Süden örtlich darunter.

Am Mittwoch häufig bedeckt oder trüb, wahrscheinlich nur wenige Aufhellungen oder Auflockerungen. Stattdessen gebietsweise etwas Niederschlag, teils als Regen oder Nieselregen, teils als Schnee. Tageshöchstwerte meist zwischen 0° und 6C. Meist schwacher Wind aus vorherrschend östlichen Richtungen. In der Nacht zum Donnerstag gebietsweise weitere Niederschläge in Form von Schnee und Regen, dabei stellenweise auch Glatteis nicht ausgeschlossen. +2° bis -5°.

Am Donnerstag überwiegend stark bewölkt und bedeckt und zunächst noch gebietsweise Regen oder Schneefall, Tendenz im Tagesverlauf bzw. in der Nacht zum Freitag nachlassend. Einige Auflockerungen am ehesten ganz im Süden. Höchstwerte meist 0° bis 5°. Schwacher bis mäßiger Wind aus vorherrschend östlichen Richtungen. Tiefstwerte in der Nacht zum Freitag 0° bis -5°, Richtung Alpen stellenweise etwas kälter. Nur im Norden und Westen gebietsweise frostfrei.

Am Freitag wieder mehr Auflockerungen oder sonnige Abschnitte, teils aber auch ganztägig trüb und bedeckt. Überwiegend niederschlagsfrei. Höchstwerte bei überwiegend geringer Luftbewegung -1° bis 6°.

Trendprognose für Deutschland, von Samstag, 12.12.2020 bis Montag, 14.12.2020, Weiterhin unbeständig mit zeitweiligen Niederschlägen, dabei wahrscheinlich etwas steigende Temperaturen.

Deutscher Wetterdienst, VBZ Offenbach / Dipl.-Met. Jens Hoffmann
© Deutscher Wetterdienst, VBZ Offenbach
Verfasser(in): Dipl.-Met. Jens Hoffmann 



Warum Schneekristalle kleine Kunstwerke sind


Pünktlich zum meteorologischen Winteranfang am vergangenen Dienstag
gab es in einigen Regionen des Landes den ersten Schnee. Wussten Sie,
dass jeder einzelne Schneekristall vermutlich einzigartig ist und
keinem anderen gleicht?

Am Dienstag, den 01. Dezember, fiel pünktlich mit Beginn des
meteorologischen Winteranfangs mit einem eher kleinräumigen Tief vor
allem in den westlichen und südwestlichen Landesteilen bis in tiefe
Lagen der erste Schnee, wenngleich die gebildete Schneedecke nur für
wenige Stunden hielt, bevor es ihr mit der einsetzenden Milderung
wieder an den Kragen ging. Aus der Entfernung betrachtet wirkt die
weiße Masse dabei eher gleichförmig. Schaut man jedoch genauer hin,
dann fällt auf, dass eine größere Schneeflocke aus mehreren
zusammengewachsenen filigranen Schneekristallen besteht.

Die Bildung einer Schneeflocke beginnt mit winzigen Eispartikeln, die
in den Wolken auf zweierlei Weise entstehen können. In sehr kalter
Luft kann reiner Wasserdampf direkt zu Eispartikeln gefrieren. Dazu
muss die Temperatur allerdings extrem niedrige Werte annehmen, nahe
minus 40 Grad Celsius. Wesentlich typischer ist daher ein anderer
Prozess, bei dem Staub- oder andere Aerosolpartikel eine zentrale
Rolle spielen. Einzelne Wassermoleküle lagern sich an diese Partikel
an und bei Temperaturen unter 0 Grad Celsius entstehen winzige
unterkühlte Tröpfchen. Kühlt die Luft weiter ab, gefrieren die
unterkühlten Wolkentröpfchen zu Eiskristallen. Zunächst sind sie nur
wenige Mikrometer groß und weisen fast immer eine sechseckige Form
auf. Diese dominierende Kristallstruktur von Eis sorgt für das
Erscheinungsbild von hexagonalen Plättchen oder Säulen. Die Ursache
für diese Strukturen liegt in der hexagonalen Anordnung der
Wassermoleküle. Dabei befinden sich die Sauerstoffatome jeweils an
den Ecken eines Sechsecks, und Wasserstoffbrücken verbinden sie mit
den anderen Wassermolekülen.

Nach und nach lagern sich immer mehr Wassermoleküle an die Kristalle
an und lassen diese wachsen, insbesondere an den Kanten. Wegen der
hexagonalen Eisstruktur bilden sich auf diese Weise die für
Schneekristalle typischen "Äste". In künstlerischen Darstellungen
sehen sie absolut identisch aus, was jedoch nicht der Realität
entspricht. Stattdessen findet man leicht asymmetrisch geformte
Schneekristalle. Trotzdem ähneln sich die sechs Äste stark. Das liegt
daran, dass die äußeren Bedingungen, die über das Eiswachstum
entscheiden, für alle Äste identisch sind.

Die vermutlich bekannteste Veröffentlichung mit mehr als 2400
Fotografien von Schneekristallen lieferte der Amerikaner und
Autodidakt Wilson Bentley in seinem Buch "Snow Crystals" aus dem Jahr
1931. Mit diesem Werk löste er eine Welle der Begeisterung für die
filigranen Schönheiten aus, die bis nach Japan schwappte. So widmete
sich der Physiker Ukichiro Nakaya ab dem Jahr 1933 an der Hokkaido
Universität der eisigen Materie. Er schoss rund 3000 Fotos von
natürlichen Eiskristallen. Anhand ihrer Morphologie - also ihrem
Erscheinungsbild - unterteilte er diese in insgesamt 41 Grundformen
darunter sieben Haupt- und weitere Nebentypen. Nach drei Jahren
Forschung gelang es ihm auch erstmals, künstliche Eiskristalle
wachsen zu lassen. Anhand seiner Ergebnisse stellte er daraufhin ein
grafisches Diagramm zusammen, welches heute noch in der Fachliteratur
als "Nakaya-Diagramm" bekannt ist und in der beigefügten Grafik
(https://t1p.de/1r33) zu finden ist.

Nakaya stellte dabei fest, dass gewisse Beziehungen zwischen der
Gestalt der Schneekristalle und den bei ihrer Entstehung
vorherrschenden atmosphärischen Bedingungen existieren. Vor allem die
Temperatur und Feuchtigkeit der Luft, in der ein Schneekristall
heranwächst, beeinflussen seine spätere Form. Zum Beispiel bilden
sich bei Temperaturen nahe minus zwei Grad Celsius hexagonale
Plättchen, die mit zunehmender Feuchte immer komplexere Verästelungen
ausbilden. Ähnlich verhält es sich mit Schneekristallen bei minus 15
Grad Celsius. Dann entstehen besonders formschöne Exemplare. Bei
Temperaturen um minus sieben Grad Celsius hingegen entwickeln sich
vorwiegend Eissäulen, -nadeln oder -prismen.

Die Feuchtigkeit, also der Wasserdampf, spielt ebenfalls eine
grundlegende Rolle. In Abhängigkeit von Temperatur und Druck kann ein
Luftpaket nur eine bestimmte Menge an Wasserdampf aufnehmen. Erreicht
der Wasserdampf in der Luft die maximale Menge, spricht man von
Sättigung. Bei Übersättigung nimmt die Luft darüber hinaus noch mehr
Wasserdampf auf und es kommt zum Phasenübergang. Dann setzt
Kondensation (von gasförmig zu flüssig) oder Resublimation (von
gasförmig zu fest) ein und es bilden sich Tröpfchen oder
Eiskristalle. Nakaya erkannte, dass mit steigendem Wasserdampfgehalt
der Luft die Komplexität der Struktur der Kristalle zunimmt und diese
somit filigranere Strukturen ausbilden.

Es existieren allerdings viele Misch- oder Übergangsformen. Die
Schneekristalle können durchaus in einer bestimmten Form zu wachsen
beginnen. Auf ihrem Weg zum Boden sind sie jedoch oft höchst
unterschiedlichen Temperatur- und Feuchtigkeitswerten ausgesetzt.
Dadurch wachsen die Schneekristalle mal mehr in die Breite oder mal
filigraner an den Spitzen und können so sehr komplexe kristalline und
individuelle Formen annehmen. Typischerweise erreichen sie einen
Durchmesser von wenigen Millimetern. Je größer die Kristalle werden,
desto schneller fallen diese dem Erdboden entgegen. Das führt
unweigerlich zu Kollisionen. Verhaken sich mehrere Kristalle, bilden
sie Schneeflocken, was besonders leicht bei Temperaturen nahe null
Grad Celsius passiert, denn dann ist der Schnee recht feucht. Die
daraus entstehenden Schneeflocken können durchaus so groß wie
Walnüsse werden, ohne auseinanderzufallen. Bei extrem windarmen und
feuchten Bedingungen wurden auch noch größere Flocken beobachtet (in
der Zunft der Meteorologen oft scherzhaft "Toastbrotflocken"
getauft).

Vielleicht gehen Sie beim nächsten Schneefall auf Ihre ganz eigene
Entdeckungstour und erkunden die in jedem Fall einzigartigen
Schneekristalle!


M.Sc.-Met. Sebastian Altnau
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
Offenbach, den 04.12.2020

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