Gaggenauwetter

Wetterlage in Gaggenau / Baden-Württemberg

  • Gaggenauwetter

  • Wetterlage BAWÜ

  • Vorhersage heute

  • Vorhersage morgen

  • Vorhersage übermorgen

  • 3 Tage-Vorhersage

  • 10 Tage-Vorhersage

  • Thema des Tages

 
Letzte Aktualisierung: 20.10.2021, 14.18 Uhr
Die Kaltfront eines umfangreichen Tiefs über Nordeuropa führt mit stürmischer westlicher Strömung feuchte, Luft nach Baden-Württemberg ein. WIND/STURM/ORKAN (UNWETTER): Anfangs im höheren Schwarzwald Böen stürmische Böen bis 75, auf Schwarzwaldgipfeln schwere Sturmböen bis 100 km/h aus Südwest. Im Verlauf der Nacht zum Donnerstag in den Niederungen zunehmend stürmische Böen bis 75, im Bergland schwere Sturmböen bis 100, auf Schwarzwaldgipfeln Orkanböen bis 140 km/h. Am Donnerstag vor allem in der ersten Tageshälfte Sturmböen bis 85 km/h, im Bergland schwere Sturmböen um 100 km/h, auf Schwarzwaldwaldgipfeln Orkanböen bis 140 km/h. Danach Windabschwächung. GEWITTER: Am Donnerstag vereinzelt mit schweren Sturmböen um 100 km/h. STARK-/DAUERREGEN: In der Nacht zum Donnerstag im Schwarzwald 6- bis 12-stündige Niederschlagsmengen um 30 l/qm.
Aktuelle Beobachtungen aus
Baden Württemberg

Aktuelle Beobachtungen aus
Baden Württemberg

Radarfilm wetterundklima_vorort


Vorhersage für Deutschland

Datum der DWD-Daten: Mittwoch, 20. Oktober 2021 14:18:42 Uhr:


Kommende Nacht im Schwarzwald Dauerregen, in den westlichen Niederungen zunehmend windig. Am Donnerstag verbreitet stürmisch, vereinzelt Gewitter.
Heute Nachmittag zunächst heiter und trocken. Von Nordwesten her mehr Wolken und vor allem dort aufkommender leichter Regen. Maxima 15° bis 23°, die höchsten Werte am südlichen Oberrhein sowie am Nordrand der Alb. Mäßiger Südwestwind, in Böen in den westlichen Regionen zunehmend stark bis stürmisch. Im Bergland stürmische Böen, auf Schwarzwaldgipfeln schwere Sturmböen. In der Nacht zum Donnerstag stark bewölkt und verbreitet Regen, im Schwarzwald auch stärker. Minima 14° bis 8°. Bis in tiefere Lagen stürmische Böen, im Bergland schwere Sturm-, auf Schwarzwaldgipfeln Orkanböen aus Südwest.

© Deutscher Wetterdienst

Vorhersage für Deutschland

Datum der DWD-Daten: Mittwoch, 20. Oktober 2021 14:18:42 Uhr:


Am Donnerstag stark bewölk, im Südosten anfangs noch Regen. Im Tagesverlauf aufkommende Schauer, auch einzelne Gewitter wahrscheinlich. Sonst auch längere trockene Abschnitte. Zum Abend von Westen erneut dichte Wolken und Regen. Höchstwerte 10° im Bergland und 18° am Oberrhein. Frischer Südwestwind, verbreitet Sturmböen, zum Teil auch schwere Sturmböen. Im Bergland und bei Gewittern schwere Sturmböen, im Hochschwarzwald Orkanböen. In der Nacht zum Freitag stark bewölkt und zeitweise Regen. Tiefstwerte 6° bis 0°. Starke, vor allem im Bergland auch stürmische Böen, auf Schwarzwaldgipfeln noch einzelne Sturmböen. Im Bergland vereinzelt leichter Frost in Bodennähe.

© Deutscher Wetterdienst

Vorhersage für Deutschland

Datum der DWD-Daten: Mittwoch, 20. Oktober 2021 14:18:42 Uhr:


Am Freitag heiter bis wolkig und allenfalls vereinzelt Schauer. Höchsttemperaturen von 7° im Alb-Donau-Bereich und 14° im Rheintal. Mäßiger Südwestwind mit starken bis stürmischen Böen. In der Nacht zum Samstag aufgelockert und kaum mehr Niederschlag. Tiefstwerte 6° bis -1°. Verbreitet Frost in Bodennähe. Im Bergland starke Böen.

© Deutscher Wetterdienst

Vorhersage für Deutschland

Datum der DWD-Daten: Mittwoch, 20. Oktober 2021 14:18:42 Uhr:


Am Samstag nach Nebel oder Hochnebel im Süden viel Sonne, im Norden wolkig und meist trocken. Maxima bei 8° im Bergland und 13° am Oberrhein. Schwacher Wind aus östlichen Richtungen, vereinzelt frische Böen. In der Nacht zum Sonntag gering bewölkt, nachfolgend gebietsweise Nebel und Hochnebel. Tiefstwerte 4° bis -1°. Verbreitet Bodenfrost.

© Deutscher Wetterdienst

Deutscher Wetterdienst 10-Tage-Vorhersage für Deutschland von Samstag, 23.10.2021 bis Samstag, 30.10.2021 ausgegeben von der Vorhersage- und Beratungszentrale Offenbach am Mittwoch, 20.10.2021, 13:11 Uhr

Nach ruhigem und anfangs auch kühlem Wochenende in der neuen Woche von Westen her wieder wolkiger, nachfolgend auch regnerisch und windig.

Vorhersage für Deutschland bis Mittwoch, 27.10.2021, Am Samstag zunächst teils wolkig und über der Mitte und dem Norden vereinzelt letzte Schauer, im Tagesverlauf zunehmend sonnig. Höchsttemperaturen zwischen 8° und 13°. Schwacher bis mäßiger, an den Küsten von Nord- und Ostsee frischer und anfangs in Böen starker bis stürmischer Wind aus West bis Nordwest, im Süden aus Ost. In der Nacht zum Sonntag zunächst meist klar, später gebietsweise dichter Nebel. Tiefsttemperaturen 5° bis -2°.

Am Sonntag nach Nebelauflösung von einigen Schleierwolken abgesehen sonnig, nur ganz im Norden teils wolkig. Höchstwerte 13° bis 17°, nur bei zäher Nebelauflösung etwas kühler. Schwacher bis mäßiger Wind aus Ost bis Süd. In der Nacht zum Montag im Nordwesten einige Wolkenfelder, aber trocken. Sonst meist klar, in Tal- und Beckenlagen teils Nebelbildung. Tiefstwerte meist zwischen +6° und -1°, im Südosten örtlich kälter, an der See milder.

Am Montag im Nordwesten oft dichte Wolken und dort etwas Regen. In den übrigen Landesteilen von einzelnen Schleierwolken abgesehen nach Auflösung der Nebelfelder sonnig. Mit 13° bis 17° wieder mild, bei zähem Nebel nur um 10°. Schwacher bis mäßiger Wind aus südlichen Richtungen. In der Nacht zum Dienstag nach Südosten vorankommende Wolken und gebietsweise etwas Regen. Ganz im Südosten noch klar und örtlich Nebelbildung. Tiefstwerte zwischen 11° auf Borkum und -2° im Bayerischen Wald.

Am Dienstag wolkig bis stark bewölkt und zeitweise Regen oder Schauer. Temperaturanstieg auf 10° bis 15°. Zunehmend mäßiger Südwestwind, im Norden teils auch frisch, an den Küsten in Böen stark bis stürmisch. Auch auf den Bergen zunehmend stürmisch. In der Nacht zum Mittwoch im Norden und der Mitte zeitweise Regen, im Süden teils aufgelockerte Bewölkung und teils Nebelbildung. Temperaturrückgang in der Nordwesthälfte auf 10° bis 5, in der Südosthälfte auf 6° bis 1°.

Am Mittwoch viele Wolken. Zunächst abziehender Regen, später im Nordwesten erneut aufziehender Regen. Mild mit Höchstwerten zwischen 11° und 15°. Vielfach auffrischender Wind um Südwest, im Bergland und an den Küsten steife bis stürmische Böen. In exponierten Lagen und auf höheren Bergen Sturmböen. In der Nacht zum Donnerstag von West nach Ost durchziehender teils kräftiger Regen. Weiterhin windig bei Tiefstwerten zwischen 10° im Nordwesten und 4° im Südosten.



Trendprognose für Deutschland, von Donnerstag, 28.10.2021 bis Samstag, 30.10.2021, Von Donnerstag bis Samstag im Norden meist stark bewölkt und wiederholt Regenfälle, nach Süden hin immer längere wolkenfreie Abschnitte und nur kurzzeitig Regen. Vereinzelt aber zäher Nebel. Im Norden mäßiger bis frischer Südwestwind, im Süden schwacher bis mäßiger Südwestwind. Mild.

Deutscher Wetterdienst, VBZ Offenbach / Dipl.-Met. Peter Hartmann
© Deutscher Wetterdienst, VBZ Offenbach
Verfasser(in): Dipl.-Met. Peter Hartmann 



IGNATZ und HENDRIK schwingen den Kochlöffel

Während Hoch PHILINE in den vergangenen Tagen mancherorts eine zähe
Nebelsuppe servierte, tischt uns ein Tiefdruckkomplex um IGNATZ und
HENDRIK am Donnerstag einen handfesten Sturm auf. Der Nebel
verschwindet somit erst einmal von der Menükarte.

Die ruhigen Tage sind vorbei "und das ist auch gut so!", mag man sich
vielleicht mancherorts im Süden und Südwesten unseres Landes denken.
Dort hatte man es in den vergangenen Tagen nämlich immer wieder mit
zum Teil zähem Nebel und Hochnebel zu tun - ein für viele wohl eher
negativ behafteter Effekt einer herbstlichen Hochdrucklage. Denn
während das Barometer eisern behauptet, draußen sei es "schön",
steckt man nahezu den ganzen Tag über in tristem Grau.

Warum das so ist? Nun, durch die im Herbst immer "länger" werdenden
Nächte bzw. genauer gesagt, durch die immer länger fehlende
Sonneneinstrahlung, hat der Boden auch immer mehr Zeit, Wärme
abzustrahlen und folglich abzukühlen. Die darüber befindliche Luft
kühlt dagegen deutlich langsamer ab, was bedeutet, dass die
Temperatur in den untersten Troposphärenschichten mit der Höhe
zunimmt. Man spricht von einer sogenannten bodennahen Inversion,
wobei mit "bodennah" wenige hundert bis rund 2000 m über Grund
gemeint sind. Die Luftschichten innerhalb der Inversion sind von den
darüber liegenden entkoppelt, d.h. zwischen Ihnen kommt es zu keinem
Luftaustausch mehr.

Im Sommer löst sich eine nächtlich ausgebildete Inversion meist schon
in den Vormittagsstunden wieder auf, da die recht steil einfallende
Sonnenstrahlung den Boden rasch erwärmt. Im Winterhalbjahr kann sie
sich dagegen aufgrund der langen Nächte und der nur flachen
Einstrahlung vor allem bei ruhigen, also windschwachen Hochdrucklagen
- wie wir sie die letzten Tage hatten - schon mal über mehrere Tage
halten.

In den Niederungen ist eine Inversion dann eben auch häufig mit zum
Teil zähem Nebel oder Hochnebel verbunden, sofern die
Entstehungsbedingungen dafür erfüllt sind (weitere Infos dazu gibt's
im Thema des Tages vom 17.10.2021, unter
https://www.dwd.de/DE/wetter/thema_des_tages/2021/10/17.html).
Währenddessen scheint auf den Bergen, oberhalb der Inversion, die
wärmende Sonne. In der Meteorologie spricht man in diesem
Zusammenhang auch von einer schlechten Durchmischung der
Luftschichten. Bildlich gesprochen fehlt bei einer solchen Wetterlage
der Löffel, der diese "Suppe" mal so richtig umrührt.

Und hier kommt jetzt der Tiefdruckkomplex um IGNATZ und HENDRIK ins
Spiel! Das dazugehörige Sturmfeld greift in der kommenden Nacht zum
Donnerstag von Westen auf Deutschland über. Was es mit dem Sturm im
Detail auf sich hat, wurde bereits im gestrigen Thema des Tages
beschrieben (siehe
https://www.dwd.de/DE/wetter/thema_des_tages/2021/10/19.html). Er
sorgt auf jeden Fall für eine gute Durchmischung der Luftschichten,
was uns am Donnerstag noch einmal verbreitet milde 13 bis 18 Grad
bringt und uns zudem Nebel und Hochnebel vom Hals hält. Letztere
werden sich wohl erst wieder in den Nächten am kommenden Wochenende
im Süden und Südwesten hier und da zeigen. Denn da sorgt Hoch
QUEDLINBURGIA wieder für eine Wetterberuhigung.


Dipl.-Met. Tobias Reinartz
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
Offenbach, den 20.10.2021

Copyright (c) Deutscher Wetterdienst