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Letzte Aktualisierung der DWD-Daten: Mittwoch, 26. August 2026 20:30:10 Uhr:
© Deutscher Wetterdienst
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Letzte Aktualisierung der DWD-Daten: Mittwoch, 26. August 2026 20:30:10 Uhr:
© Deutscher Wetterdienst
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Deutscher Wetterdienst 10-Tage-Vorhersage für Deutschland von Samstag, 29.08.2026 bis Samstag, 05.09.2026 ausgegeben von der Vorhersage- und Beratungszentrale Offenbach am Mittwoch, 26.08.2026, 13:37 Uhr
Wechselhaft mit wiederholten Niederschlägen, vereinzelt Gewitter. Meist mäßig warm bis warm.
Vorhersage für Deutschland bis Mittwoch, 02.09.2026, Am Samstag in der Nordwesthälfte bewölkt und schauerartiger Regen. Nach Süden und Osten zu wechselnde Bewölkung, bis zum Abend auflockernd. Dort höchstens vereinzelt kurze Schauer. Höchstwerte 20° bis 26°. Mäßiger, in Böen teils starker Südwestwind, an der Nordsee teils stürmisch. In der Nacht zum Sonntag im Norden und Westen weiterhin bedeckt und regnerisch, sonst wechselnd bis gering bewölkt, im Süden teils auch klar. Tiefstwerte zwischen 17° an der Nordsee und 11° an der Donau.
Am Sonntag im Norden wiederholt Schauer, einzelne Gewitter nicht ausgeschlossen. Sonst überwiegend trocken oder höchstens einzelne, kurze Schauer bei wechselnder Bewölkung, gebietsweise auch heiter. Höchstwerte im Westen und Norden 22° bis 25°, im Osten und Süden bis 28°. Mäßiger, an der See teils stark böiger Südwestwind. In der Nacht zum Montag wechselnd bis dicht bewölkt und von Westen aufkommender Regen, vor allem in der Westhälfte auch einzelne starke Gewitter. Tiefstwerte um 13°.
Am Montag in der Nordhälfte wiederholt Schauer und vereinzelt Gewitter. Auch im Südosten und an den Alpen noch stärker bewölkt und Regen. Sonst heiter bis wechselnd bewölkt und am Nachmittag weitgehend trocken. Höchstwerte 20° bis 25°, im Süden und Osten lokal bis 27°. Mäßiger und teils stark böiger Südwestwind, an der Küste und im höheren Bergland stürmisch. In der Nacht zum Dienstag im Norden sowie am Alpenrand etwas Regen. Sonst gering bewölkt und niederschlagsfrei. Tiefstwerte 15° bis 9°.
Am Dienstag und Mittwoch heiter bis wechselnd bewölkt, im äußersten Süden dichte Bewölkung. Gebietsweise Schauer, von den Alpen nordwärts bis zur Donau ausgreifend Regen. Höchstwerte 20° bis 25°. Schwacher bis mäßiger, an der Küste teils noch starker bis stürmischer Südwest- bis Westwind. In den Nächten Abkühlung auf Werte um 11°.
Trendprognose für Deutschland, von Donnerstag, 03.09.2026 bis Samstag, 05.09.2026, Im Norden weiter wechselhaft, in der Mitte und im Süden unter Hochdruckeinfluss meist trocken und mehr Sonne. Weiterhin mäßig warm bis warm, in der Mitte und im Süden auch teils sommerlich warm.
Deutscher Wetterdienst, VBZ Offenbach / Dipl.-Met. Johanna Anger
© Deutscher Wetterdienst, VBZ Offenbach
Verfasser(in): Dipl.-Met. Johanna Anger
Wetter aktuell
Marine Hitzewellen
Die Hitzewellen dieses Sommers haben nicht nur an Land Rekorde
gebrochen, sondern auch in den Meeren ihre Spuren hinterlassen.
Nordsee, Ostsee und vor allem das Mittelmeer weisen aktuell teils
massive positive Temperaturanomalien auf. Kann diese aufgestaute
Energie das Wetter im kommenden Herbst beeinflussen?
Über die wiederholten Hitzewellen wurde an dieser Stelle in den
vergangenen Monaten mehrmals berichtet, weniger intensiv wurden
jedoch die Temperaturen in den uns umgebenden Meeren betrachtet. Da
die Wärmekapazität von Wasser und damit der Meere deutlich größer als
die der Landmasse ist, reagieren diese deutlich träger auf Einflüsse
von außen. So fand die Erwärmung verzögert statt, aber auch wenn an
Land wieder Normalität einkehrt, so ist dies für die Ozeane noch
längst nicht der Fall.
Entsprechend der Verteilung der Hitzewellen im zu Ende gehenden
Sommer 2026 stechen besonders die positiven Anomalien im West- und
Zentralteil des Mittelmeers sowie in den im Westen an den Kontinent
angrenzenden Meeresgebieten heraus. Verbreitet werden im Südwestteil
der Nordsee, dem Ärmelkanal, der Biskaya sowie im Mittelmeer westlich
der Ägäis zwei bis vier Grad mehr gemessen als zu dieser Jahreszeit
üblich. Dies mag angesichts von zurückliegenden Hitzewellen an Land,
die teils mehr als zehn Grad Abweichung brachten, nicht viel
erscheinen, doch für das träge System Ozean sind dies enorme
Abweichungen und sehr viel zusätzliche Energie, die dort nun
gespeichert ist. Die Oberflächentemperatur des Mittelmeers beträgt
derzeit verbreitet 24 bis 30 Grad. Anfang August wurden von Bojen bei
den Balearen sogar Spitzenwerte von 32 bis 33 Grad gemessen. Ganz so
warm ist es an der deutschen Nordseeküste derzeit nicht, aber mit
Werten um 20 Grad ist auch dort das Wasser wärmer als üblich.
Wie extrem die marine Hitzewelle im Mittelmeer ist, verdeutlicht eine
Zeitserie der Meeresoberflächentemperatur. Diese zeigt seit Ende Mai
nicht nur deutlich höhere Werte als im Mittel der Jahre 1982 bis
2015, sondern weist für diesen Zeitraum auch fast durchgehend
Temperaturen auf, die über dem 90-%-Perzentil des Vergleichszeitraums
liegen. Während der ?Wärmespitzen? Ende Juni, Mitte Juli und Mitte
August lag die Temperatur sogar 1 bis 1,5 Kelvin über diesem
90-%-Perzentil. Korallen und Seegraswiesen sterben unter diesem
Hitzestress teilweise ab, Fische wandern ab, neue invasive Arten
wandern ein.
Die hohen Wassertemperaturen des Mittelmeeres 2026 setzen einen seit
über mehrere Dekaden anhaltenden Trend zu immer höheren Temperaturen
fort. Laut Erdbeobachtungsprogramm der EU "Copernicus" lag die
Erwärmungen in den Jahren 1982 bis 2023 bei etwa 0,04 Grad pro Jahr.
Die hohen Wassertemperaturen haben auch potenzielle Auswirkungen auf
das Wetter im kommenden Herbst. Die Meere wirken praktisch als Akku,
der seine Energie im späteren Verlauf des Jahres wieder abgibt. Dies
tut er in Form von Wärme und vor allem auch in Form von Wasserdampf.
Diese Energieabgabe tritt zwar jedes Jahr auf, dieses Jahr ?ist der
Akku aber besonders voll?. Für mögliche Tiefdruckgebiete steht so
besonders viel Treibstoff zur Verfügung. Dieser muss zwar nicht
genutzt werden, die Vergangenheit zeigt aber, dass es irgendwo und
irgendwann zu Wetterlagen kommt, die von dem erhöhten
Wasserdampfdargebot profitieren. Dies kann sich dann in stärkeren
Niederschlägen bei Gewittern und Tiefdruckgebieten zeigen oder die
Bildung von Medicanes begünstigen und im Entstehungsfall auch zu
höheren Windgeschwindigkeiten führen. Dabei müssen die Auswirkungen
nicht auf die Anrainerstaaten des Mittelmeers beschränkt bleiben.
Großräumige Strömungen können die Feuchtigkeit weit verfrachten und
zum Beispiel auch erst über Mitteleuropa den gebundenen Wasserdampf
als Niederschlag freisetzen.
M.Sc.-Met. Thore Hansen
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
Offenbach, den 26.08.2026
Copyright (c) Deutscher Wetterdienst
