Wetter

Wetterlage in Baden-Württemberg

Legende

 
  • Gaggenauwetter

  • Wetterlage BAWÜ

  • Vorhersage heute

  • Vorhersage morgen

  • Vorhersage übermorgen

  • 3 Tage-Vorhersage

  • 10 Tage-Vorhersage

  • Thema des Tages

 
Wettervorhersage
Letzte Aktualisierung: 16.11.2019, 22.34 Uhr
Über dem Tyrrhenischen Meer kommt eine Tiefdruckentwicklung in Gang. Dieses Tief verlagert sich am Sonntag nach Südostdeutschland und zieht im weiteren Verlauf weiter Richtung Norden. Baden-Württemberg gerät dadurch in Zustrom feuchter und mäßig kalter Luftmassen. FROST/GLÄTTE: In der Nacht zum Sonntag im Bergland verbreitet, in einigen Tallagen vereinzelt leichter Frost bis -3 Grad. Dann örtlich Glätte durch überfrierende Nässe oder Reif. NEBEL: In der Nacht zum Sonntag besonders in Flussniederungen stellenweise Nebel mit Sichtweiten unter 150 m. SCHNEE/GLÄTTE: Sonntagvormittag bis in die Nacht zum Montag bei sinkender Schneefallgrenze auf der westlichen Alb und im Schwarzwald oberhalb 800 m 5 bis 10, in Staulagen des Schwarzwaldes bis 15 cm, oberhalb 600 m örtlich 3 bis 7 cm Neuschnee. Vor allem im Südwesten auch bis ins Flachland zum Teil bis 3 cm Neuschnee, in der Mitte bis auf 400 m nur geringfügiger Neuschnee und lediglich zeitweise Glätte. WIND/STURM: Am Sonntag in Hochlagen des Schwarzwaldes einzelne stürmische Böen um 70 km/h aus West bis Südwest.
Radarfilm
wetterundklima_vorort
Radarfilm wetterundklima_vorort


Vorhersage für Deutschland

Datum der DWD-Daten: Samstag, 16. November 2019 22:34:09 Uhr:


Kommende Nacht gebietsweise leichter Frost, örtlich Glätte, Nebel. Am Sonntag im Süden teils bis in tiefe Lagen Schnee, im hohen Bergland windig.
In der Nacht zum Sonntag zunächst stellenweise Bildung von Nebel und Hochnebel, dann von Südosten zunehmende Bewölkung und gegen Morgen einsetzender Regen. Bei Tiefstwerten zwischen +3° und -3° vor allem im Bergland örtlich Glätte durch überfrierende Nässe oder Reif.

© Deutscher Wetterdienst

Vorhersage für Deutschland

Datum der DWD-Daten: Samstag, 16. November 2019 22:34:09 Uhr:


Am Sonntag bedeckt und rasch von Südost nach Nordwest vorankommender Regen. Zunächst nur im Bergland, im Nachmittagsverlauf wahrscheinlich dann im Südwesten zum Teil auch bis in tiefe Lagen mäßiger Schneefall mit Glätte. Maxima 0° bis 6°. Schwacher nordwestlicher, später südwestlicher Wind, gelegentlich böig auffrischend, im höheren Schwarzwald einzelne stürmische Böen. In der Nacht zum Montag im Osten weitgehend abklingender Niederschlag, aber kaum Wolkenlücken. Im Westen zeitweise Regen, oberhalb 400 m Schnee und Glätte. Minima +4° bis -2°, dabei vor allem im östlichen Bergland und in Oberschwaben zusätzlich Glättegefahr durch überfrierende Nässe. Im Hochschwarzwald zeitweise stürmische Böen aus Südwest.

© Deutscher Wetterdienst

Vorhersage für Deutschland

Datum der DWD-Daten: Samstag, 16. November 2019 22:34:09 Uhr:


Am Montag verbreitet stark bewölkt, größte Chancen auf Sonne im Osten und Südosten. Im Westen und Nordwesten Regen, oberhalb 400 m Schnee, bis zum Mittag auf rund 800 m ansteigende Schneefallgrenze. Am Abend von Süden abklingende Niederschläge. Höchstwerte zwischen 1° im Bergland und 7° am Oberrhein. Schwacher bis mäßiger Wind aus südwestlichen Richtungen, in Böen frisch, im Bergland stark, in Hochlagen des Schwarzwaldes stürmisch. In der Nacht zum Dienstag oft gering bewölkt, in Flussniederungen vereinzelt Nebelbildung. Später im Westen dichtere Wolken und vereinzelt etwas Regen, im Bergland Schnee. Tiefstwerte bei +3° am Rhein und -3° im Bergland. Glättegefahr.

© Deutscher Wetterdienst

Vorhersage für Deutschland

Datum der DWD-Daten: Samstag, 16. November 2019 22:34:09 Uhr:


Am Dienstag wolkig bis stark bewölkt, im Westen örtlich Regen, im Schwarzwald Schnee und Glätte. Höchstwerte 2° im Schwarzwald und 8° im Kraichgau. Schwacher Wind aus unterschiedlichen Richtungen, im Bergland gelegentlich böig auffrischend. In der Nacht zum Mittwoch abklingender Niederschlag und Wolkenauflockerung. Gebietsweise Nebel- und Hochnebelbildung. Bei Tiefstwerten zwischen +1° am Rhein und -3° auf der Alb örtlich Glätte durch überfrierende Nässe oder Reif.

© Deutscher Wetterdienst

Deutscher Wetterdienst 10-Tage-Vorhersage für Deutschland von Dienstag, 19.11.2019 bis Dienstag, 26.11.2019 ausgegeben von der Vorhersage- und Beratungszentrale Offenbach am Samstag, 16.11.2019, 13:49 Uhr

Überwiegend ruhiges, zu Nebel und Hochnebel neigendes Herbstwetter, mild.

Vorhersage für Deutschland bis Samstag, 23.11.2019, Am Dienstag wechselnd, teils stark bewölkt. Stellenweise etwas Regen, vom Südwesten bis in den Nordosten aber auch häufig trocken, dabei auch zeitweise mit Auflockerungen. Temperaturmaxima je nach Sonnenschein 3° bis 9°. Meist schwacher bis mäßiger Wind aus südlicher Richtung, im Norden mitunter böig auffrischend. In der Nacht zum Mittwoch teils wolkig, teils gering bewölkt. Im Süden stellenweise neblig. Meist trocken. Tiefstwerte im Norden und Osten +4° bis 0, sonst +2° bis -3°.

Am Mittwoch im Norden und in der Mitte sowie an den Alpen aufgelockert, im Westen sowie im höheren Bergland mit längeren sonnigen Abschnitten. Ansonsten neblig oder trüb. Weitgehend trocken. Tageshöchsttemperaturen 3° bis 9, in Gebieten mit zähem Nebel oder Hochnebel kaum über 0°. Schwacher, nach Norden hin mäßiger Wind aus Ost bis Südost. In der Nacht zum Donnerstag im Norden wechselnd bewölkt, aber kaum Regen. In der Mitte und im Süden erneut Bildung von Nebel oder Verdichtung bereits vorhandener Nebelfelder. Nächtliche Temperaturminima +4° bis -2°.

Am Donnerstag meist stark bewölkt oder neblig-trüb, im Nordosten teils auch leichter Regen, an den Alpen aufgelockert. Tageshöchsttemperaturen 7° bis 9°, im Nebel 3°. Meist nur schwacher Wind aus Südost. In der Nacht zum Freitag Abkühlung auf 3° bis 1°, in Alpennähe leichter Frost.

Am Freitag und Samstag meist bewölkt oder neblig-trüb, lediglich an den Alpen und im Nordstau der Mittelgebirge auch mal Wolkenauflockerungen. Höchsttemperaturen 7° bis 10°, im Nebel bei 3°. In den Nächten Temperaturrückgang auf 4° bis 1°, an den Alpen leichter Frost.



Trendprognose für Deutschland, von Sonntag, 24.11.2019 bis Dienstag, 26.11.2019, Weiterhin ruhiges Herbstwetter, von Westen her auch wieder unbeständig, wenig Temperaturänderung.

Deutscher Wetterdienst, VBZ Offenbach / Dipl.-Met. Rolf Ullrich
© Deutscher Wetterdienst, VBZ Offenbach
Verfasser(in): Dipl.-Met. Rolf Ullrich 


10 Tage yr-Wettervorhersage Gaggenau


Schneechaos in den Alpen

Schneefälle im Bereich der West- und Südalpen sorgten bereits in den
vergangenen beiden Tagen für chaotische Verhältnisse bei unseren
Nachbarn. Auch am Wochenende ist in den Südalpen keine Entspannung in
Sicht.


Derzeit bestimmt tiefer Luftdruck unser Wetter, wie man bereits im
gestrigen Thema des Tages lesen konnte
(https://www.dwd.de/DE/wetter/thema_des_tages/2019/11/15.html). Dabei
war zunächst Tief ?GÜNTHER? für das wechselhafte Wetter in
Deutschland verantwortlich. Am Freitag wurde ?GÜNTHER? jedoch im
Bereich des Ligurischen Meeres von ?HEINER? abgelöst. Dieser zog in
der vergangenen Nacht über uns hinweg und sorgt im heutigen
Tagesverlauf vor allem noch im Norden für "Schmuddelwetter".

Während die beiden Tiefs das Wetter in Deutschland vielleicht nicht
angenehm gestalteten, verursachten sie in anderen Regionen Europas
jedoch durchaus Chaos. Bereits im Laufe des vergangenen Donnerstags
(14.11.2019) zogen kräftige Niederschläge auf die Westalpen zu, die
besonders in höheren Lagen für starke Schneefälle sorgten. Dabei traf
es besonders den Südosten Frankreichs: Durch die Schneelast kam es
dabei nicht nur zu Astbrüchen, tragischerweise wurde sogar ein Mann
von einem Baum erschlagen, welcher der Schneelast ebenfalls nicht
mehr standhielt. Außerdem mussten in vier Départements etwa 300.000
Haushalte ohne Strom auskommen. Zahlreiche LKW blieben auf den
eingeschneiten Straßen liegen, viele Straßen und Bahnstrecken wurden
aufgrund der Schneemassen und umgefallenen Bäumen gesperrt und
blieben auch teils am Freitag noch den ganzen Tag unpassierbar. In
einigen Regionen blieben sogar die Schulen geschlossen. Laut dem
französischen Wetterdienst konnten bis zu 21 cm Neuschnee in
Grenoble-St-Geoirs gemessen werden, eine Wetterstation in Montelimar
verzeichnete sogar knapp 48 cm Neuschnee in nur 18 Stunden.

In der Nacht zum gestrigen Freitag verlagerten sich die Niederschläge
dann südlich des Alpenhauptkamms über die Schweizer Südalpen bis nach
Südtirol, am Freitag dann bis nach Oberkärnten und Slowenien. Für
Lagen oberhalb von 1000 m riefen Meteo Schweiz und die ZAMG
(Wetterdienst Österreichs) sogar die höchste Warnstufe aus: In etwa
36 Stunden rechneten die Meteorologen mit bis zu 90 cm Neuschnee. Am
Wenghorn auf etwa 2500 Metern im Kanton Wallis konnten in 24 Stunde
sogar 92 cm registriert werden. Zeitweise wurde auch in tieferen
Lagen Schneefall verzeichnet. Dazu kam dort auch noch eine stramme
südliche Strömung: In Gipfellagen wurden Spitzengeschwindigkeiten von
bis zu 160 km/h gemessen. Dies führte nicht nur zu großen
Schneeverwehungen. Im Berner Oberland mussten 200 Touristen in einem
Bergrestaurant übernachten und konnte erst am Freitagmorgen evakuiert
werden. Zudem wurde in der Schweiz für Lagen oberhalb von 2400 Metern
die Lawinengefahr auf die zweithöchste Warnstufe 4 von 5 hochgestuft.
Auch in Österreich wurde vor einer erhöhten Lawinengefahr gewarnt,
die durch umfangreiche Triebschneeablagerungen aufgrund der hohen
Windgeschwindigkeiten noch verschärft wird.

Damit aber nicht genug: Auch am Samstag und Sonntag muss in Osttirol
und Oberkärnten sowie von den Dolomiten bis zu den Julischen Alpen
(Nordost-Italien und West-Slowenien) mit weiteren Schneefällen
gerechnet werden. Dabei schwankt die Schneefallgrenze zum Teil stark
zwischen 1000 und 2000 Metern, allerdings kann sie inneralpin auch
zeitweise bis in tiefste Lagen absinken. So sind innerhalb von drei
Tagen (den gestrigen Freitag eingeschlossen) selbst in einigen
tieferen Lagen 20 bis 60 cm Neuschnee möglich, in Gipfellagen können
sich die Mengen lokal sogar auf bis zu zweieinhalb Meter
akkumulieren. Außerdem kann es bei kräftigem Südwind zu weiteren
Schneeverwehungen kommen, Bäume können unter der Schneelast auf
Straßen, Schienen und Stromleitungen stürzen und bei dem
aufgeweichten Boden sind selbst Muren und Überschwemmungen möglich.
Entsprechend muss mit Behinderungen auf Straßen und im Bahnverkehr
gerechnet werden.

Auch in der kommenden Woche wird der Tiefdruckeinfluss über
Mitteleuropa nicht weichen. Zwar lassen die Niederschläge im Bereich
der Südalpen zeitweise etwas nach, dennoch können sich weitere
Niederschläge am Montag und am Dienstag regional auf bis zu 100 l/qm
akkumulieren. Weiterer Schnee für das höhere Bergland ist dabei
ebenfalls garantiert.


MSc.-Met. Sebastian Schappert
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
Offenbach, den 16.11.2019

Copyright (c) Deutscher Wetterdienst